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Röteln

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Röteln werden von einem Virus hervorgerufen, das beim Niesen, Husten oder

Sprechen übertragen wird (Tröpfcheninfection). Bis 1.um Ausbruch
der Krankheit vergehen zwei bis drei VVochen. Ansteckend sind Röteln fünf
Tage vor Erscheinen des Ausschlags bis sieben Tage danach. Nach einer
Röteln-Erkrankung besteht lebenslange Immunität.
Krankheitszeichen


• schmerzhafte, geschwollene Lymphknoten im Nacken und hinter
den Ohren
• kleinfleckiger, roter Hautausschlag
• Fieber möglich


Zu Beginn der Erkrankung zeigen sich wie bei einer Erkältung leichter Husten,
Schnupfen, manchmal auch eine Bindehautentzündung mit
geröteten Augen. Die Lymphknoten im Nacken und auch hinter den Ohren
schwellen an (oft wie eine )>Perlenschnur« tastbar) und schmerzen. Einen
Tag später tritt Ausschlag auf, der hinter den Ohren beginnt, dann auf Gesicht,
Hals, Arme und Beine übergeht und sich innerhalb von 24 Stunden
über den ganzen Körper ausbreitet. Er besteht aus kleinen, einzeln stehenden
roten Flecken. Meist tritt kein oder nur leichter Juckreiz auf. Es kann
leichtes Fieber (38 bis 38,5 oc) hinzukommen. Das Kind fühlt sich nur wenig
krank. Manchmal treten Gelenkschmerzen auf. Nach ungelahr drei Tagen
bildet sich der Ausschlag zurück in der gleichen Reihenfolge, wie er
gekommen ist. Das Fieber verschwindet und die Lymphknoten werden allmählich
kleiner.
In sehr seltenen Fällen kann bei einer Rötelnerkrankung eine Gehirnhautentzündung
auftreten. Das Kind klagt dann über sehr starke
Kopfschmerzen, hat hohes Fieber und einen steifen Nacken, erbricht möglicherweise,
ist berührungsempfindlich und vielleicht auch benommen.


Ärztliche Behandlung


Gehen Sie mit Ihrem Kind auf jeden Fall zum Arzt, um klären zu lassen, ob
es ·wirklich Röteln hat. Suchen Sie ihn unbedingt \Vieder auf, \venn Sie Anzeichen
für eine Gehirnhautentzündung vermuten.
Normalerweise ist eine medizinische Behandlung der Röteln nicht erforderlich.
Manchmal verläuft die Erkrankung so leicht, dass sie einen nur wenig
ausgeprägten oder gar keinen Ausschlag zeigt. Falls Sie unsicher sind, ob

Ihr Kind bereits Röteln hatte, können Sie eine spezielle Blutuntersuchung
durchführen und gegebenenfalls nachimpfen lassen; dies ist vor allem bei
Mädchen im Hinblick auf eine spätere Schwangerschaft empfehlenswert.


Was Sie selbst tun können


• Meist fühlt sich ein Kind, das Röteln hat, nicht sehr krank, eine besondere
Pflege ist deshalb nicht notwendig. Wegen der Ansteckungsgefahr für
andere und zur Schonung sollte Ihr Kind allerdings acht bis zehn Tage
lang nicht in den Kindergarten oder in die Schule gehen.


• Schmerzen die geschwollenen Lymphknoten, helfen warme Auflagen wie
etwa ein Kirschkernkissen (Temperatur prüfen!) oder vom Arzt verordnete
Umschläge.


• Lassen Sie Ihr Kind- sowohl Mädchen als auch Jungen - mit etwa einem
Jahr gegen Röteln impfen, denn so schützen Sie es vor der Erkrankung
und verhindern beim Jungen später die Weitergabe des Virus an gef<ihrdete
Frauen. Diese Kombinationsimpfung (mit Windpocken, Masern
und Mumps) soll bis zum Ende des zweiten Lebensjahres wiederholt werden.


• Sollte Ihr Kind in einer Gemeinschaftseinrichtung (etwa in einer Kinderkrippe)
betreut werden, wird eine zusätzliche Impfung ab einem Alter
von neun Monaten empfohlen. Bei Kindern kommt es bei dieser Impfung
fast nie zu Nebenwirkungen, die auf die Rötelnkomponente in dem
Kombinationsimpfstoff (Röteln, Masern, Mumps, Windpocken) zurückzuführen
wären. Sehr selten kommt es nach einigen Tagen zu einem
kurzfristigen Ausschlag oder einem leichten Temperaturanstieg, der jedoch
häufig nicht einmal bemerkt wird.


ACHTUNG

Wenn eine schwangere Frau sich mit Röteln ansteckt,
kann es zu schweren Schädigungen kommen, da die Viren
über die Plazenta an das ungeborene Kind weitergegeben werden
können. Herzfehler, Taubheit, Missbildungen des Auges sowie geistige
Behinderung sind möglich. Schlimmstenfalls kann es sogar zu
einer Totgeburt kommen.
In den ersten vier Schwangerschaftsmonaten ist die Gefahr einer
Ansteckung am größten. Sie sollten deshalb unbedingt darauf achten,
dass Ihr Kind, solange die Rüteln ansll'ckcnd sind, nicht in
Kontakt kommt mit Prauen, für die eine Ansteckung gefählich werden könnte. Fragen Sie deshalb schwangere Besucherinnen, ob sie Röteln hatten oder gegen Röteln geimpft sind!

Joomlart