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Windpocken

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Windpocken werden durch einen Virus verursacht der hochgradig ansteckend
ist und beim Niesen, Husten und Sprechen weitergegeben wird
(Tröpfcheninfektion)- oder das einem, wie der Name sagt, buchstäblich
mit dem Wind zufliegt.
Bis zum Krankheitsbeginn vergehen bei Windpocken zwei bis drei Wochen.
Bereits einige Tage vor Ausbruch des Ausschlags bis zu dem Zeitpunkt, an
dem die Krusten abgefallen sind (etwa sieben bis zehn Tage nach Krankheitsbeginn),
kann die Krankheit auf andere Menschen übertragen werden.
Wer Windpocken hatte, ist in der Regellebenslang immun gegen die Erkrankung.
In manchen Fällen ruht das Virus über Jahre oder Jahrzehnte im
Körper, lebt dann wieder aufund ruft eine Gürtelrose (Zoster) hervor. Diese
Erkrankung zeigt - meist in einer gürtclförmigen Anordnung- denselben
Hautausschlag wie VVindpocken.


Krankheitszeichen


• Fieber


• Ausschlag mit roten Flecken, wasserhaltigen Bläschen und schließlich
Krusten


• schubweise Ausbreitung über den ganzen Körper, auch auf derbehaarten
Kopfhaut und der Mundschleimhaut


• starker Juckreiz


Erste Anzeichen von Windpocken sind häufig leichtes Fieber und Kopfschmerzen.
Ein bis zwei Tage später treten dann, meist zunächst am Rumpf,
vereinzelte rote Flecken auf, die sich innerhalb von Stunden in mit Flüssigkeit
gefühlte, stark juckende Bläschen verwandeln und innerhalb der nächsten
Tage nach und nach verkrusten. Der Ausschlag breitet sich sehr schnell
auf den gesamten Körper aus und ist typischerweise auch auf der behaarten
Kopfhaut und der Mundschleimhaut zu sehen.
Windpocken verlaufen in Schüben, sodass täglich neue rote Flecken zu den
schon bestehenden Krusten dazukommen. Meistens bleibt das Fieber niedrig,
in seltenen Fällen kann es jedoch auch sehr stark ansteigen. Nach ein bis
zwei Tagen fallen die Krusten jeweils ab. Eine Zeit lang sieht man dort, wo
sie gesessen haben, noch helle Flecken. Nach einigen Wochen sind aber
auch diese Hauterscheinungen in der Regel wieder ganz verschwunden.
Wenn VVindpocken aufgekratzt werden (was durch den starken Juckreiz

nur schwer ganz zu vermeiden ist), kann es zu einer bakteriellen Hautinfektion

und dadurch zu Hauteiterungen kommen. AuGerdem kann in sehr sel~
tenen Fällen eine Gehirnhautentzündung auftreten. Das Kind
klagt dann über starke Kopfschmerzen, hat hohes Fieber und einen steifen
Nacken, erbricht möglicherweise, ist berührungsempfindlich und vielleicht
auch benommen.


Ärztliche Behandlung


Beim Auftreten der ersten Krankheitszeichen sollten Sie mit Ihrem Kind auf
jeden Fall zum Arzt gehen, um klären zu lassen, ob es wirklich VVindpocken
hat. Sie müssen den Arzt unbedingt nochmals rufen, wenn Ihr Kind die
oben genannten Anzeichen einer Gehirnhautentzündung zeigt. Es muss
dann auf jeden Fall im Krankenhaus behandelt werden.
Bei hohem Fieber wird der Arzt Fieberzäpfchen verschreiben. Gegen starken
Juckreiz kann er spezielle Tropfen verordnen. Falls Hauteiterungen entstanden
sind, muss eine antibiotische Salbe auf die betroffenen Stellen aufgetragen
werden.


Was Sie selbst tun können


• Um Narben und Hautinfektionen zu vermeiden, sollten Sie Ihrem Kind
die Nägel kurz schneiden, dann kann es sich die Windpocken nicht so
leicht aufkratzen. Ihrem Baby können Sie Säckchen über die Hände ziehen,
damit es sich nicht kratzt.


• Baden Sie Ihr Kind erst wieder, wenn überall feste Krusten entstanden
sind, sonst können sich die Bläschen leicht infizieren. Machen Sie aus
diesem Grund auch bei hohem Fieber keine \Vadenwickel, denn der
Juckreiz wird durch die Feuchtigkeit und die entstehende Wärme unter
einem Wickel verstärkt. Geben Sie Ihrem Kind stattdessen Fieberzäpfchen,
die Ihnen der Arzt empfohlen hat.


• Betupfen Sie die Bläschen regelmäßig mit speziellen Mitteln gegen den
Juckreiz. Sehr bewährt hat sich beispielsweise Lotio alba, das Sie rezeptfrei
in der Apotheke erhalten.


• Ziehen Sie Ihrem Kind weiche Unterwäsche und nicht zu eng anliegende
Oberbekleidung aus Baumwolle an, damit der Juckreiz nicht zusätzlich
gefördert wird.


• Hilfreich bei Mitbefall der Mundschleimhaut sind desinfizierende,
schmerzlindernde Mundspülliisungcn aus der Apotheke.


• Ab dem zwölften Lebensmonat können Sie ihr Kind gegen Windpockenimpfen lassen.

Joomlart